Anajo und das Poporchester der Universtität Augsburg
Tourfinale am 29.12.2008
Nun sitze ich heute, am 02.01.2009 mit einer Tasse heißer Schokolade hier und schreibe diesen Bericht. Was mir, und das kann man mir glauben, wirklich nicht leicht fällt. Denn der 29.12.2008 war ein fast schon historischer Moment. Der Moment, an dem das Poporchester der Uni Augsburg zum letzten mal für alle Zeit mit der wunderbaren Band Anajo auftreten werden. Und nach dieser großartigenTour, die so viele schöne Erinnerungen zurückgelassen hat, bin ich, und wohl auch alle anderen, doch ein wenig wehmütig. Aber was gibt es besseres als in Erinnerungen schwelgen, wenn man eine Trennung zu überwinden hat? Deswegen nun hier der Bericht des letzten (und für mich von den 4en, bei denen ich war, schönsten) Poporchestertourtages: Der Tag begann für mich sehr spät, da ich am Tag zuvor auf dem Geburtstag einer Freundin, Sabine, war. Als es aber dann doch 17:30Uhr wurde klingelte es an meiner Tür und das Bifitours-Auto holte mich ab. Darin saßen schon Feli, Timo und die Fahrerin Bifi. Feli hatte einen sehr leckeren Kuchen von Timos Mama dabei und gemeinsam machten wir uns auf den Weg Sabine abzuholen. Als wir dann endlich vollzählig waren ging es auf in Richtung Augsburg. Dort angekommen standen wir erstmal vor verschlossenen Türen. Also Markus anrufen, der mit Jule und Clemens schon länger da war und zusammen sind wir noch ins Lamm gegangen, ein bisschen zusammen sitzen und Bier trinken. Markus spendierte dann noch 4 Jägermeister, aber nur Timo und Clemens wollten tatsächlich einen. Irgendwann hab ich mich dann doch erbarmt und dieses scheußliche Getränk getrunken. Man will ja nicht, dass der Alkohol schlecht wird. Eine Stunde später gings dann auf in Richtung Theater, erst noch die Laura treffen und dann reservierte Markus für uns einen Tisch. Für die Pause. Einige von uns, und darunter war auch ich, waren etwas irritiert. Klar, im Theater gibts in der Regel schon Pausen, aber auf einem RockPopWasauchimmerkonzert hab ich noch nie eine Pause erlebt, obwohl ich auch schon auf Konzerten im Theater war. Nun gut. Der Einlass begann und wir, die Anajo Ultras, begannen unsere Geschütze aufzufahren. Es ging also ran an das Aufhängen der Flaggen, die, da wir am 1. Rang saßen, sehr sehr gut zur Geltung kamen und ans Verteilen der Spielkarten. Markus hatte diesmal über 30 Kartenspiele gekauft, also blieben für jeden von uns 3 Spiele zum verbrauch. Das schlechte Gewissen im Theater so viel Unordnung zu machen verflog schnell, als die anderen erzählten dass Michi meinte "Gebt alles! Schmeißt soviel ihr könnt". Und was die Band sagt wird gemacht. Schließlich, nach aufgeregtem Warten und der immer größer werdenden Vorfreude begann das Konzert endlich, mit dem vom Orchester perfektionierten "A-Team"-Intro. Da es fast ausschließlich Sitzplätze gab war die Stimmung zuerst etwas verhalten. Die Anajo Ultras entschlossen sich schnell aufzustehen, aber erst durch Michis gutes Zurreden konnten sich, nach dem 3ten oder 4ten Lied, fast alle dazu aufraffen. Der 1. und 2. Rang schwächelten ein bisschen, aber zumindest das Parkett war nun Feuer und Flamme. Und das völlig zurecht. In doppelter Besetzung klang das alles doch noch ein Stück besser als in einfacher. Ausserdem wirkte das Orchester sehr viel eingespielter und routinierter als noch in Passau, sogar besser als die 2 Tage zuvor in München. Nach gut der Hälfte des Konzerts kam dann tatsächlich die Pause und wir begaben uns ins Foyer um dort ein Bierchen zu trinken und uns nocheinmal mit Laura zu treffen. Laura und ich machten dann aus, dass wir uns bei Herz Ass zu zweit am 1. Rang rechts treffen um die anderen auch von der gegenüberliegenden Seite zu unterstützen. Die Pause war dann auch schnell vorbei und schwubs ging es weiter. Wie immer lieferten die Jungs eine großartige Show. Die erste Hälfte mit "Ich hol dich hier raus", "Hallo, wer kennt hier eigentlich wen", "I don't want to be a Landei" und dem wunderbar großartigen "Frühling" und einigen weitern Hits wurde von der Zweiten nur noch überboten. "Jungs weinen nicht" klang mit Orchester einfach großartig und beim "Honigmelone"-Textsicherheitswettbewerb gab sich Augsburg alle Mühe. Bei "Am Anfang", machte ich mich dann auf den Weg zum rechten Teil des Parketts, wo nach einiger Zeit auch Laura zu mir stieß. Als dann die Band von der Bühne ging war nach wenigen Sekunden klar: Eine Zugabe muss sein und so ließen sich die drei Herren und die ca 20 Orchestermädels und Jungs nicht lange bitten und starteten mit Herz Ass. Das hieß für uns Ultras: Aufgehts, alles geben. Und als Olli dann "Du spielst das Herz Ass" sang regnete es, zur Überraschung vieler Zuschauer, plötzlich Hunderte von Spielkarten. Das Publikum nahm diese Aktion, meines Erachtens, sehr gut auf und gab sich gleich die doppelte Mühe zum Tanzen. Nach der zweiten Zugabe "Franzi +2" und dem letzten Lied "Stadt der Frisuren", das zu Ehren Augsburgs zweimal gespielt wurde, war das Konzert leider viel zu schnell zu ende. Für die Ultras hieß das aber noch lange nicht:ab nach Hause. Nein, nach dem Konzert geht die Party doch erst richtig los! Also ab zur Aftershow Party ins Lamm. Dort noch den neuesten Ultra, Robby, treffen und Cola, Bier und Discoschorle bestellen. Die erste Stunde war das Lamm auch noch ziemlich gefüllt und weil Bifi einen verletzten Fußhatte machte sie sich mit Sabine, Feli und Timo schnell auf den Weg Richtung Heimat. Clemens, Markus, Jule und ich wollten aber später, mit dem ersten Zug nach Nürnberg, München bzw Ingol(f)stadt fahren, was uns genug Zeit gab noch einmal richtig auf die Pauke zu hauen. Wir machten uns also auf den Weg in Richtung "unteren Bereich", der aber diesmal abgesperrt war. Nur Zutritt für Anajo und das Poporchester. Es gab sogar einen Türsteher, der diese Zone bewachte. Netterweise (und da will ich mich nochmal sehr bedanken) standen zwei Mädels vom Poporchester vor der "Tür" und meinten zum Türsteher: Hey, ne, das sind die Anajo Ultras, die gehören dazu. Also schlichen wir uns, heimlich, still und leise, schnell hinein, legten unsere Jacken ab und, wie sich das für einen Ultra gehört, bestellten ersteinmal Discoschorle. Schnell merkte man: Das Poporchester kann gut feiern, denn es wurde immer feucht fröhlicher, immer mehr Leute kamen und immer mehr Stimmung kam auf, so dass die Zeit bis der Zug nach München fuhr einfach viel zu schnell verging. Plötzlich sackte die Stimmung ab. Es wurde allen klar: Heute ist der letzte Abend, die Mädels und Jungs werden wir nichtmehr sooft sehen, wenn überhaupt. Und auch Ingolf sagte, mit einem traurigen Gesicht, als ich mich von ihm verabschieden wollte: "Dich seh ich ja wieder, aber die anderen NIE MEHR." Also verabschiedete ich mich von allen, mit gedrückter Stimmung und machte mich um 4Uhr auf den Weg mit Markus und Jule zum Bahnhof. Ich wusste nämlich nicht wann der erste Zug nach Ingolstadt ging. Mit etwas ernüchterndem Blick auf den Fahrplan merkte ich: Ups, der Zug geht erst um 10 nach 6. Also nochmal zurück zum Lamm, dort holte ich nurnoch schnell den Clemens ab, dessen Zug um 5:17Uhr fuhr. Mit Clemens dann am Bahnhof angekommen wollte er schnell eine Karte kaufen, doch der Automat fraß seine Kreditkarte, weswegen er nichtnur den ersten Zug nach Nürnberg, nein, auch den zweiten Zug verpasste. Also musste Clemens bis 6:15Uhr warten. Als es dann endlich 6Uhr war und ich in der Annahme war nurnoch 10min auf den Zug warten zu müssen machten wir uns auf zum Bahngleis. Doch halt! Der Zug kam gar nicht. 20min Verspätung. Und auch Clemens Zug hatte Verspätung. Als ich dann endlich in den Zug einsteigen konnte war dieser nichteinmal geheizt. Erfrohrenerweiße kam ich dann um halb 8 bei mir zu Hause an, nahm noch schnell ein Bad und legte mich ersteinmal für 4h schlafen. Von was ich träumte wird bei diesem wunderschönen Tag wohl nicht schwer zu erraten gewesen sein. Also noch einmal, ein letztes mal, alle zusammen: Poporchester, Poporchester, hey, hey! Es war uns eine Ehre euch live sehen zu dürfen, mit euch Discoschorle zu trinken und soviel Spaß mit euch gehabt zu haben. Hoffentlich sehen wir uns wieder, auf dem ein oder anderen Anajo Konzert!
München, der 27.12.2008.
Einen Tag nach dem 2. Weihnachtsfeiertag, einen Tag nach dem Ende der sogenannten "Verwandtenrallye" machte ich mich nicht etwa auf um den mir verdienten Urlaub zu nehmen, nein, ich machte mich auf nach München um dort meine liebste Band Anajo zum 3. Mal mit dem Poporchester live zu sehen. Diesmal aber zum ersten mal in doppelter Besetzung. Und eine DVD wurde auch gedreht. Großartig! Das lasse ich mir natürlich nicht entgehen. Aber halt: Keiner will mit? Wie kann denn das sein? Herr Radiofreunde und Clemens sind bei den Toten Hosen, Bifi hat Klassentreffen und auch alle anderen Anajo Ultars haben keine Zeit. Gott sei dank gibt es da noch die Novizin Julia, die sogar zu Fuß ins Schlosszelt laufen kann und ihre kleine Schwester Paula mitnimmt. Juhuu! Also aufgehts, Anajo ohohh. Ich fahre also mit dem Zug schon recht zeitig los, erst mit Jule treffen, dann noch ein Ultrastreffen mit Herrn Radiofreunde und Clemens im (und dafür schäme ich mich ein bisschen) Hofbräuhaus. Clemens übergab Jule und mir auch die AnajoUltra-Fahnen und nach einigem Gequatsche über Gott, die Welt und Popmusik mussten wir uns schon wieder von Clemens und Markus verabschieden, denn die beiden mussten ja, wie schon gesagt, zu den Hosen. Deswegen machten Jule und ich uns allein auf zu Jule nach Hause. Wir holten ihre kleine Schwester ab, aßen noch einen kleinen Snack und schon war es Zeit aufzubrechen. Die Vorhalle des Schlosszelts, wo Garderobe und Abendkasse untergebracht waren, war etwas überfüllt. Wir machten uns also ersteinmal auf den Weg zum Merch um da meiner Namensvetterin Christine Hallo zu sagen und sie zu fragen, wo wir denn die Fahnen aufhängen könnten. Christine hatte gleich die geniale Idee die Ultrasfahne neben dem Banner der Uni Augsburg aufzuhängen und so machte ich mich todesmutig auf den Aufstieg. Der Banner der Uni hing nämlich am Mischpult und das Mischpult war auf einem Podest aufgebaut. Aber einen Ultra hält nichts auf und soo hoch oben wars ja auch gar nicht. Also die Fahne aufgehängt und noch dabei helfen den Banner der Uni aufzuhängen. Eine Apfelschorle gekauft und auf den Anfang des Konzerts gewartet. Das dauerte leider ein bisschen, weil es wieder eine viel zu lange Schlange an der Garderobe gab und die Leute nur in kleinen Grüppchen in den Saal gelassen wurden. Was einem aber auffiel, beim betrachten des heutigen Publikums war die Vielzahl an verschiedenen Menschen. Vom Kindergarten bis zur Seniorengruppe war jede Altersstufe anwesend. Nach dem Konzert erfuhr ich dann, dass das zum Großteil Verwandtschaft der Poporchestermusiker war, die zurecht ganz stolz auf ihre Enkel, Geschwister, Kinder und Freunde waren. Das Konzert hat dann nach einiger Zeit dann endlich doch angefangen, Alaska erzählte dem Publikum noch, dass eine DVD aufgenommen wird, über die Entstehung des Projekts "Anajo und Poporchester" und wünschte allen Zuschauern viel Spaß. Dann konnte es endlich anfangen. Wie immer mit dem A-Team Intro, den größten Hits und besten Songs aus 9 (?) Jahren Anajo und viel getanze und viel Spaß. Anajo spielten routiniert ihre Setlist, scherzten mit den Musikern und Zuschauern, diskutierten über den Modegeschmack des Poporchesters und brachte die Zuschauermenge immer mehr in Wallung. Als dann Alaska nocheinmal auf die Bühne kam und erklärte es gäbe einen Wettbewerb, wer denn die textsicherste Stadt sei und dass zur Zeit auch noch BERLIN führte, kam schließlich das Poporchester auf die Bühne und spielte die Instrumentalversion von 'Honigmelone'. Trotz aller Mühen gab es in München doch den ein oder anderen Textaussetzter, weswegen Berlin weiterhin Platz 1 im Honigmelone-Textsicherheits-Wettbewerb belegte. Ca 1,5h später war das ganze, nach einer Zugabe, auch schon wieder vorbei. Jule und ich trafen uns noch mit Robby, Herr Radiofreunde und Clemens kamen spontan noch zur Aftershow Party, die eigentlich gar keine war. Um 00Uhr musste ich mich aber dann doch auf den Weg zum Bahnhof machen, weil mein Zug um 00:30Uhr ging. Robby erklärte sich netterweise bereit mich zum Bahnhof zu fahren. Wir verfuhren uns zwar ein klein wenig, aber nichtsdestotrotz habe ich meinen Zug noch erwischt, bin um halb 2 zu Hause angekommen, glücklich ins Bett gefallen und habe mich extrem auf das Abschlusskonzert am 29.12. in Augsburg gefreut.
Goodbye Logik oder „Sind Anajo-Fans anwesend die schon unten bei Clueso sind“
(Michael S., dt. Bass-Legende)
Meine winterlichen Anajo Auswärtsfahrten begannen im letzten Jahr grundsätzlich als mittelschwere Katastrophen. Schneesturm und grenzenlose Orientierungslosigkeit auf dem Weg nach Amriswil, orkanartige Windböen und 5 cm Neuschnee auf der Autobahn nach Linz, ich bin da einiges gewohnt. Vom chaotischen Clubs suchen in diversen Städten ganz zu schweigen.
Als ich also an diesem Samstag, nach erholsamen 4 Stunden Schlaf, verkatert meinen ersten Blick aus dem Fenster richtete war mein einziger Gedanke „Scheiße“. Oberstdorf versank im Schnee und meine Hoffnungen auf Anajo gleich mit. Würde sich eine 4 Stunden Fahrt nach Basel bei diesem Wetter sowie 30 Euro fürs Pickerl wirklich lohnen?
Nach einem kurzem Telefonat mit Flo, meinem Fahrer und Konzertkomplizen Nr. 1, war die Entscheidung schnell getroffen und eindeutig: Eine Fahrt zu Anajo lohnt sich immer. Koste es was es wolle.
Gegen 4 Uhr fuhren wir also los. Die Fahrt verging dank einem hier nicht namentlich erwähnenswerten Schweizer Radiosenders, der die großen Musikperlen der 90er geradezu inflationär über den Äther schickte, wie im Flug. Erschreckend, dass man „Mysterious Girl“ von Peter Andre auch nach über 10 Jahren noch mitsingen kann. Aber zurück zu guter Musik.
Gegen 8 erreichten wir Basel, das uns mit karibischen 5 Grad plus begrüßte, ganz ohne Komplikationen (So geht’s also auch!!!).
Da vor dem Volkshaus eine überraschend große Menge wartete, machten wir uns nach der langen Fahrt erstmal auf zu Starbucks. Um die junge Dame am Tresen mit der Bestellung „Zwei Kaffee bitte“ vollends zu verwirren. Scheint so, als wäre der Ausschank von einfachem Kaffee ein äußerst seltenes Ereignis. Was meine These stärkt, dass Kaffee nicht das eigentliche Kerngeschäft einer Starbucksfiliale ist. Naja, ich schweife ab.
Wieder vorm Club freue ich mich über die große Anzahl an Fans, weiß zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht, dass Clueso im selben Gebäude, nur eine Etage tiefer, spielen wird.
Dies wird mir erst bewusst, als Alaska Winter die deutlich geringere Anzahl an Publikum mit den Worten „Na, habt ihr für unten keine Karten mehr bekommen?“ begrüßt. Aber wer achtet denn schon auf Clueso Plakate???
Zum zweiten Mal konnte ich mich über das geniale A-Team-Intro freuen ehe es zu meinem absoluten Live-Lieblingssong kam: „Hallo wer kennt hier eigentlich wen“.
Warum? Ganz einfach: Der von Michi in geballter Männlichkeit performte „Uhuuuu“-Teil berührt mich jedes Mal wieder zutiefst. Während mein Lachen in der Berliner Menge noch ungehört unterging war in Basel die erste Reihe, direkt vor Michi, ein denkbar ungünstig gewählter Platz für einen Lachanfall. Es tat mir wirklich leid, aber wie das bei Lachanfällen so ist – man kann halt nicht aufhören. Wenig hilfreich war in diesem Zusammenhang der Kommentar „Was gibt’s denn da zu lachen?“ – Ja was wohl??? :-) Eigentlich sehr schade, dass er bei "Franzi+2" nicht auch "Yeah Yeah" zum Besten gibt...
Besonders auffällig war an diesem Abend Ollis bestechende Logik. Er wünschte sich unbedingt eine Setlist (welche von Michi auch brav in die Mitte gelegt wurde) um kurz darauf festzustellen, dass er sie ja eigentlich sowieso auswendig kann. Was auch gut war, da Michis selbst gestaltete Liste leider nicht die richtige Reihenfolge enthielt. Was von Olli umgehend als eindeutiges Zeichen für ein Zweitprojekt gewertet wurde.
Die Ossi/Polen Witze werde ich als gebürtige Leipzigerin an dieser Stelle nicht weiter kommentieren ;-)
Unser Pop-Orchester-Liebling war an diesem Abend schnell gefunden. Keyboarder „Wolles“ Grinsen (Marke Honigkuchenpferd) sowie engagiertes mitsingen, mitnicken, mitwippen hätte ansteckender kaum sein können. Sehr sympathisch – uns hat er als Fans gewonnen.
Ebenfalls sehr originell, wenn auch sinnlos, war die Aktion „Honigmelone-Songtext“. Dieser wurde für die Karaokeversion auf große Zettel geschrieben und dem Publikum vorgehalten. Leider nicht schnell genug und mit alternativer Reihenfolge, aber der Wille war eindeutig erkennbar :-) Spaß hat’s auf jeden Fall gemacht.
Auch wenn die Basler Fangemeinde nicht viel fürs tanzen übrig hatte, war es ein sehr lustiges, kurzweiliges Konzert und wieder mal ein schöner Abend.
Mit zwei Postern im Gepäck machten wir uns wieder auf den Weg ins Allgäu. Die Rückfahrt war vor allem von einer zu Tränen rührenden Anna-und-Flo-almost-rock’n-roll-Unreleased-Version von „Don’t look back in anger“ geprägt. Nach insgesamt fast 13 Stunden „on the road“ und über 600 gefahrenen Kilometern ist jedenfalls eines wieder bestätigt worden: Anajo Konzerte lohnen sich immer.
Ich wünsche Anajo, dem Orchester sowie allen Fans frohe Weihnachten und freue mich schon auf München.
Anna
Hello... vienna callin´
5:00 Uhr ... Star FM weckt mich mit Ace of Spades "YEAH"... ich springe mit "Gleis 7 6 Uhr 5" auf den Lippen voller Freude aus dem Bett... und wer mich kennt, der weiß das ich um diese Uhrzeit alles andere als freudestrahlend !
Alles läuft hervorragend und zu meiner vollsten Zufriedenheit, bis zu dem Zeitpunkt als ich mit einem schrillen "Neeeeeeiiiiiin... gilt erst ab 9 Uhr und das schon seit 14 Jahren!" von einer frustrierten Schaffnerin aus dem Halbschlaf gerissen werde, während ich mein BAYERN-TICKET vorzeige... Warum sagt mir das bitte keiner vorher?? Na prima... Aber mir doch alles wurschd, schließlich geht’s nach Wien und Großes steht bevor... haha..
Der Zug hält in Ingolstadt, ich denke an Enine und wie toll es wäre wenn sie in den Zug einsteigen würde und sagen "Juhu, kann doch mit!" ... passiert aber nicht.
Da hält neben mir ein ICE und ich denke schon wieder was, nämlich "Na super, hab zwar mehr bezahlt als ICE kostet, aber nur RE fahren.." aber wer lesen kann, ist nun mal klar im Vorteil... so läufts Business....
Es wurde 12:40 Uhr, nur noch eine Stunde bis Wien, wir sind im Bordbistro, und mittlerweilen ist viel passiert:
- Herrn Radiofreunde in Monaco di Bavarese gefunden und ab in den Zug mit der Hupe an der Tür... "Das neeeeeeeheheheeeervt ey!" Der ganze Stolz der ÖBB, na Glückwunsch „Felix Austria“ früher wart ihr wenigstens noch auf eure Skifahrer stolz, jetzt auf einen Zug namens Railjet denn Ihr auch noch Spirit of Germany genannt habt.
Niveauvolles Gespräch über z.B. "Den kleinen Mann", NPD Verbot, etc. und naja, so Zeugs eben geführt, ja, soviel ist gar nichtt passiert. ;-)
Aber jetzt stehen wir im Bistro, und unterhalten uns mit allen möglichen Leuten. Da ist z.B. der Ungarische Koch der beim Käfer im Catering arbeitet und über die Feiertage in seine Ostungarische Heimat fährt um für seine Familie ein Schwein zu schlachten um daraus super leckere Leber und Blutwurst zu machen. Als wir ihm unsere Liebe zu Leberwurst beichten, ist er voll auf unserer Seite und berichtet von seinem Leben als transeuropäischer Vario Pendler zwischen Ungarn und München. Darüber dass es mit Ungarn immer weiter Berg ab geht und dass Herr Radiofreunde auf keinen Fall einen Truthahn zu Weihnachten machen solle, viel zu viel Arbeit und Entenbrust ist eh viel viel besser (hat er dann auch wirklich gemacht). Erinnerungen an die Auswärtsfahrt nach Amsterdam werden wach. Wir beschließen einstimmig, dass wir nie mehr einen Sitzplatz in einem Zug reservieren, sondern in Zukunft gleich einen Platz am Stehtisch im Bordbistro in Beschlag nehmen werden.
Irgendwann stehen wir dann vorm Stephans Dom und machen die üblichen Touristen Fotos und nach Trzesniewski und Hawelka (Was zu einem Anajo Ultra Wien Besuch einfach dazu gehört.) geht’s auf ins WUK, wo schon der Sound-Check läuft. Und da möchte ich mal erwähnen, das ja der Steffen am meisten beim Arbeiten ist! Wirklich den ganzen Tag über... und das macht er ja schon gut... ;-) haha.. ein hoch auf unseren Sound-Meister... "ohne Steffen ist alles sauer!" (oh ein Wortspiel.)
Kurz vorm Konzert stehen dann Max und Lukas bei uns... juhu! Das letzte mal ist ja auch schon wieder über ein Jahr her, schön die Burschen wieder zu sehen und dann geht’s los! "DADADADADAAAAAAA DADADAAAAA....!" Das Poporchester-A-Team-Intro ist wie gewohnt sensationell. Michi fängt relativ früh an, sich "auszuziehen", naja, er fängt damit an, und der Olli findet´s toll das der Monitor so gut eingestellt ist, und er deswegen "Wenig Michi" drauf hat....
Das Wiener Publikum ist wirklich voll und ganz dabei, Textsicher und auch Tanzwillig... Manchmal hätts a bissl mehr sein können... aber es macht riesen Spaß, und alles in allem ein tolles Konzert. Am Ende bei "Herzass" fliegen so viele Kartenspiele wie nie durch die Luft, und es hat wahnsinnig gut ausgesehen... ob man das noch toppen kann??? Mal sehen was in Popcity los sein wird ;-)
Autogramme sind am Merch heiß begehrt, und der Ansturm ebbt nicht ab... doch irgendwann landen wir doch im Beisl und bekommen eeeendlich mal was zu essen... :-) Der Max hat dann plötzlich die sensationelle Idee ne runde Schnapps zu bestellen... naja, wir sind ja nicht umsonst nach Wien gefahren.
Es wird viel zu schnell halb 3 "Bus-Call", und wir verabschieden uns schweren Herzens vom Orchester und den Jungs, und sind noch nicht sicher wie wir die Zeit bis um 6:50 uhr bis unser Zug in die Heimat fährt verbringen sollen... aber wir 5 verbliebenen suchen noch einen Würstlstand und es gibt erstmal Eitrige mit Bugl und an 16er Blech. Das bringt uns wieder ordentlich nach vorne und hält das Gespräch auf hohem Niveau. Doch irgendwann um kurz nach 4 ist Max an seine natürlichen Grenzen gestoßen und mit seinem Spezi durch den Schneeregen davongetrabt. Unser (wir waren mit Lukas jetzt noch zu 3.) Zeichen jetzt unsere traditionelle Afterhour Wärmestube am Gürtl aufzusuchen , den Mc bei der U-Bahn Haltestelle Alserstraße. Dort gab es dann auch noch ein paar interessante Zeitgenossen, deren Anzahl und Geschichten hätten ohne Probleme für mehrere Milieustudien gereicht. Wir verabschieden uns vom Mc bis zu unserem nächsten Wien Aufenthalt und begeben uns zum Westbahnhof, wo unser ICE bereit zur Abfahrt schon auf uns wartet...
Als wir an Traunstein vorbei fahren und den Nightliner des Poporchesters schon da stehen sehen, fassen wir den Entschluß – das kann noch nicht das Ende gewesen sein – Heute Abend geht’s mit dem Auto nach Traunstein ins Metro- denn wann ist Disko Zeit? – Eben- genau dann!
Anmerkung des Webmasters: Das Anajo Gig war das letzte Konzert vor dem verherenden Brand im Club Metropolitain. Die Anajo Ultras bestreiten jeden Zusammenhang hiermit.
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Die Anajos und das Pop-Orchester der Uni Augsburg sind ein Dreamteam. Das haben wir bereits nach dem Tourauftaktkonzert in Passau festgestellt. Und so war für mich und Tine eigentlich sofort klar: „Wir fahren nach Eggenfelden“. Dankenswerterweise hat mein Papa dann auch brav seinen Geburtstag am Donnerstag gefeiert, so dass unsrem kleinen Ausflug nichts mehr im Wege stand.
Nachdem wir meinen kleinen Bruder im Schützenverein abgeliefert hatten (Zitat: „Ja wenn du ja eh fährst“…Jaja mit der Tochter kann man’s ja machen…), ging es um 18.15Uhr dann auch endlich los: Mit Kinderpunsch und Plätzchen bewaffnet machten wir uns auf den Weg nach Eggenfelden. In der Hoffnung, dass es dort mehr zu sehen gibt als Daniel K. Schockierenderweise wusste meine Beifahrerin relativ gut Bescheid, womit sich eben dieser momentan seine Brötchen verdient. Woher und warum sie das weiß? Ich will hab lieber nich nachgefragt…
Nachdem wir das erste Stück auf der Autobahn, auf dem wir gefühlte 100 LKWs überholt hatten, endlich hinter uns hatten, tuckerten wir dann zeitweise mit 50 Km/h auf der Bundesstraße dahin. Dass es dann auch noch das Regnen angefangen hat, erwähne ich einfach mal nur am Rande. Aber immer positiv denken:
1. Waren wir eh zu früh dran, und so konnten wir immerhin 4 Minuten (Laut Navi!) rausschlagen und
2. Spart langsames Fahren Sprit! ).
Nach einer guten Stunde waren wir dann auch schon im Stadtteil Gern angekommen, haben noch einen kurzen (Verfahr)Abstecher zum Klärwerk gemacht und dann endlich den Parkplatz gefunden. Die Suche nach dem „Gothischen Kasten“ gestaltete sich dann aber schon schwieriger, denn der Anruf bei den Herren W. war recht erfolglos: „Wir haben keine Ahnung, wir sind mim Taxi hergefahren“. Typisch Männer, aber gut, wir schaffen das auch allein! Und glücklicherweise ertönten dann plötzlich in einiger Entfernung die Schläge der Ingolf’schen Trommeln, so dass es nur noch hieß: Immer der Na….ääääh den Ohren nach und schwupps schon waren wir da. Zwar absolut sowas von zu früh. Aber egal! Hauptsache im Warmen. Und kaum zur Tür reingekommen, wurden wir auch schon vom Clemens begrüßt und Herr Radiofreunde lies auch nicht lange auf sich warten. Dann erstmal noch den letzten Klängen vom Soundcheck und lauschen, um anschließend dem Rest „Hallo“ zusagen.
Danach hieß es erst einmal fast zwei Stunden warten, bis es endlich losging. Zum Glück hatten wir genügend Gesprächsstoff, unsre Fahnen mussten ja auch noch aufgehängt werden und für den ein oder anderen Plausch am Merch blieb auch noch Zeit. Auch wenn der kurzzeitige Ersatzmerchboy noch lernen sollte die Wünsche seiner Kunden zu erfüllen ohne Bedingungen zu stellen :P. Meine drei Begleiter nutzen die Zeit außerdem um ordentlich Discoschorle zutanken. In Mengen bei denen ICH definitiv nach kürzester Zeit irgendwo unterm Tisch gelegen hätte.
Irgendwann kurz nach zehn ertönte dann auch endlich das, uns mittlerweile bekannte, A-Team-Intro. Diesmal allerdings nicht vom Band, sondern vom Orchester. Klingt definitiv 10 000 Mal besser. Schon bei den ersten Liedern merkte man ganz klar, dass das ganze Pop-Orchester mittlerweile viel lockerer war als in Passau und somit machte das Zuhören und Zuschauen ;) noch einmal viel mehr Spaß. Mein ganz persönliches Highlight war natürlich ganz klar „Es ist wieder Frühling“. Aber auch die Honigmelone-Version vom Pop-Orchester war ziemlich schick. Der Test, wie textsicher das Publikum bei diesem Lied ist, scheiterte allerdings ein wenig. Naja zumindest der Refrain klappte einigermaßen gut, Natürlich war auch der Rest super wie gewohnt, bzw durch die Orchester-Unterstützung eigentlich noch besser. Das Publikum ging auch gut mit und so vergingen die eineinhalb Stunden wie im Flug und das Konzertende mit „Herz-Ass“ war leider viel zu schnell da.
Nachdem Konzert blieb noch ein wenig Zeit für ein paar Gespräche, aber dann machte sich die Müdigkeit doch langsam bemerkbar. Sogar bei Tine, die vor lauter Red Bull eigentlich längst fliegen hätte müssen. Deswegen schnell allen „Ciao“ sagen. Was allerdings leichter gesagt war, als getan war: Michi und Markus waren verschollen und Ingolf hatte da irgendwas falsch verstanden. Oder wie sollten wir die angedeuteten Kinnhaken verstehen ;).
Irgendwann rutschten wir dann aber endlich zu unsrem Rentierschlitten…äääh falsch: Auto und fuhren nach Hause. Diesmal waren die Straßen total leer und zum Glück auch trocken!!!! Irgendwie genoss ich es richtig einfach nur durch die Nacht zufahren und Musik zuhören. Kurz vor zwei waren wir bei Tine und kurz danach, war ich auch endlich daheim um hundemüde aber glücklich in mein Bett zu fallen.
Dummerweise hieß es viel zu früh wieder einmal „Eva-Mariaaaa kannst du bitte die Oma fahren“. Als ich davon zurückkam, lag aber immerhin ein Säckchen mit Süßigkeiten vor der Haustür, denn nachts um zwei ist anscheinend sogar der Nikolaus zu faul um vorbei zu schauen.
Berlin - „Und wieder komm ich ins Schwärmen, war selten so fasziniert…“
Es begab sich zu einer Zeit im Oktober, als zwei junge Studentinnen im GWZ der FH Köln saßen und über gute Musik und noch bessere Konzerte sprachen. Da man bei diesen Themen zwangsläufig auf drei gewisse Augsburger stoßen muss versteht sich von Selbst. Da der letzte Auftritt der Anajos schon Ewigkeiten zurück lag (Das denkwürdige Anti-Racism-sonstirgendwas-Gedöhns-Festival in Köln, das in erster Linie durch aktives Fernbleiben der Kölner Studentenschaft glänzte…), musste schnell ein Plan her. Wie der Zufall und ein Internetzugang so wollten, wurde binnen kürzester Zeit und ganz spontan der 10.12 als DAS Datum auserkoren. Da es sich um einen Donnerstag handelte mussten wir zwangsläufig noch ein paar Tage Urlaub dranhängen, würde sich ja sonst gar nicht lohnen ;) so war bereits im Oktober klar: Berlin, Berlin wir fahren nach Berlin!!!
Die Deutsche Bahn versorgte uns mit Rückfahrtickets für 29 € und für die Hinfahrt, so dachten wir, sollte schon eine Mitfahrgelegenheit gefunden werden. Soweit der Plan…Eine Woche vor Abfahrt fand sich dann auch ein junger Türke namens Boris(???), der uns auf seine Liste der Mitfahrer setzte…Die Tage vergingen nun schleichend und nur durch viel Anajo hören und ständige StudiVZ-Spam-Pinnwandeinträge konnte diese schwierige Zeit überstanden werden.
Der Tag war gekommen. Mit roten Wangen und jeder Menge Vorfreude im Gepäck standen wir also am HBF Köln und warteten auf Boris…und warteten…und warteten…warteten und warteten und warteten.
Nach einigen Telefonaten stellte sich raus, dass wir vergessen wurden. Gefühlte 100 Telefongespräche später und nervlich am Ende standen wir fast zwei Stunden am Bahnhof bis uns nur noch eine Möglichkeit blieb: Auto mieten.
Also ab zu Europcar, dessen netter junger Mitarbeiter meine Laune schlagartig aufbesserte und schließlich sogar den Preis drückte. Da alle Kleinwagen ausgebucht waren standen wir 20 Minuten später deutlich erleichtert und endlich wieder glücklich vor einem Opel Merivan.
7 Stunden und einmal Verfahren später kamen wir am Prenzlauer Berg bei unserer Unterkunft an (Hiermit Liebe Grüße an Robert)…Und schon hieß es: „Einmal noch schlafen und dann geht es los…“
Donnerstag dann schnell mal eben den Wagen zum Alexplatz bringen (es haben alle überlebt, sogar der Opel) danach 8 Stunden bei Minusgraden durch die Stadt und Sightseeing betreiben. Wieder zum Prenzlberg, aufwärmen, aufhübschen und ab nach Kreuzberg.
Mit mulmigem Gefühl standen wir kurz nach 9 im großen Saal – warum ist hier so wenig los? Doch irgendwie füllte sich das Lido noch und unsere anfänglichen Befürchtungen ein 30-Mann-Privatkonzert erleben zu müssen verflogen. Die Show konnte beginnen:
Zum A-Team-Intro a la Pop-Orchester lässt sich nur eines sagen: Wahnsinn!!! Von Michis patentwürdiger Sonne-über-Haunstetten-Choreographie über Ollis lustige Sprüche (die leider nicht an die schlechten Hessen-Wahl-Witze in Frankfurt herankamen) bis hin zu „I don’t want to be a Landei“ war der Abend viel zu schnell vorbei. Das Pop-Orchester wurde von uns sofort ins Herz geschlossen, woran vor allem die Backroundsängerinnen und der Saxophonspieler Schuld waren. Es hatten alle so viel Spaß an diesem Auftritt, dass man sich zwischen Mitsingen und Dauergrinsen entscheiden musste.
Nach den großen Anajo-Hits, der vom Publikum gesungenen Karaokeversion von Honigmelone und einigen Zugaben musste ich zwar einsehen, dass „Zähme den wilden Tiger in mir“ aus dem Programm geflogen ist, war aber dennoch schwer begeistert von einem tollen Berliner Publikum. Mit dem unvergleichlichen Nach-Konzert-Gefühl gingen wir glücklich und zufrieden ins Berliner Nachtleben über (Was jedoch sehr schwer fiel: „Ich geh hier nicht weg, der Typ da sieht aus wie Björn Dixgard“ ^^).
An dieser Stelle möchte ich meiner Besten Freundin danken, die ich immer noch als solche bezeichnen darf, obwohl wir kurzzeitig neben Nova International standen und sie mal wieder nicht dabei war. Dafür musste ich am Telefon auch hoch und heilig schwören, dass Sänger Michi in Echt überhaupt nicht gut aussieht ;-)
Es folgten noch 2 Tage Hauptstadt, die wir ohne Anajo nicht mit exzessivem Geldausgeben, abzappeln und alten Freunden hätten verbringen können. Danke dafür Nachdem die Hinfahrt schon totales Chaos war möchte ich außerdem noch erwähnen, dass mir die DB eine Fahrkarte für einen ICE verkauft hat, den es gar nicht mehr gibt, Fahrplanänderung sei Dank …Ich hoffe die Fahrten nach Basel und München werden stressfreier
Anna
Irgendwie erinnert mich die Ausgangslage für Passau dieses Jahr, stark an die von vor eineinhalb Jahren auf den Münchner Marienplatz. Wieder einmal Sport (damals Montag, 9/10 Stunde, dieses mal Freitag 7/8) und eine Julia, die vor Aufregung fast an die Decke der Sporthalle springt. Aber schließlich geht es heute auch nicht um irgendein Anajo Konzert. Nein, es geht um das erste wirkliche Anajo Konzert außerhalb von München dass ich erleben darf (abgesehen von Festivals im Sommer, aber Festivals zählen nicht wirklich als außerhalb, weil sie ja extrem selten IN einer Stadt sind). Es geht sogar um einen Tourauftakt. Und was wäre das nicht genug, geht es um den allerersten öffentlichen Auftritt des Pop-Orchesters der Universität Augsburg, zusammen mit der geliebten Lieblingsband. Und natürlich meinem Debüt als AU-Novizin, wer könnte an so einem geschichtsträchtigen Tag also nicht aufgeregt sein. Höchstens doch ein sehr sehr kaltherziger Mensch. Der ich sicher nicht bin.
Aber selbst nachdem ich die elendig lange Sportstunde überlebt habe, muss ich immer noch eine kleine Ewigkeit (mit chic machen, Sachen packen, Herrn Radiofreundes Nummer in letzter Sekunde verlieren, panisch suchen, und mich schließlich vermeintlich ohne Nummer auf zu machen, welche ich dann in der Trambahn in meinem Rucksack finde) totschlagen, bevor ich endlich, auf die Sekunde pünktlich, für meine Verhältnisse also 10 Minuten zu spät, am Münchner Hauptbahnhof eintreffe. Herrn Radiofreunde gefunden, noch schnell ein kleines Abendessen gekauft und dann rein in den überfüllten Zug, der sich jedoch zum Glück bis Passau noch ein bisschen leerte. Im Zug wurde dann schon mal ein bisschen diskutiert was wir wohl bald zu hören bekommen würden, während ich nebenbei ein zwei Blicke auf meinen Mathestoff warf, und sofort das Projekt "Im Zug lernen" wieder verwarf. Und dann nach zwei endlosen und doch sehr kurzen Stunden waren wir auch schon in Passau angekommen, wo wir uns spontan entschieden ein Taxi zu nehmen, da wir annahmen die Passauer würden schon besser wissen als wir Münchner, wie man den das weltberühmte Proli findet. Leider falsch gedacht denn unser Taxifahrer konnte mit der Adresse auch nicht wirklich etwas anfangen, und musste sich auch erst erkundigen wie man denn da hinkäme. Nachdem er das jedoch getan hatte, fuhr er uns ganz brav und schnell dahin.
Da war jedoch noch nicht sonderlich viel los, also erstmal auf Herrn Radiofreundes Bruder Clemens, und schließlich noch auf Bifi, Enine, Feli, Tam und Timo warten, die auch noch eintrudelten. Und dann war auch gar nicht mehr so lange bis zum Einlass auszuharren. Nur der Beginn lies dann noch ein wenig auf sich warten, weil die Garderobe im Proli beinahe so gut geregelt war wie im 59:1 (wo wir seinerzeit 1,5 Stunden auf den Beginn warten durften, weil Garderobe und Eingang zusammen in einem ca. 2 qm großen Raum waren) aber irgendwie hatten die Passauer das dann doch besser drauf als die Münchner, weswegen auch schon nach einer halben Stunde alle ihre Mäntel und Jacken abgegeben hatten und das Pop-Orchester, die Bühne entern konnte. Das Konzert selbst war ziemlich genial. Die Stimmung kochte, und wir kochten mit. Am besten gefiel mir ja die absolut wundervolle Frühlingsversion mit Orchester.
Nach dem Konzert also erstmal raus in die sehnsüchtig erwartete Kälte, und frische Luft schnappen, die in der Halle oder eher Saal eindeutig zu kurz gekommen war und schließlich hoch in die Bar, um ein bisschen was zu trinken. Und sich höflich dezent ("Habt ihr Backstage was zu essen? Wir sterben vor Hunger") in den Backstagebereich vorzuarbeiten. Wobei ich ja ehrlich gesagt sehr beeindruckt von diesem Erlebnis war, immerhin war es doch das erste Mal, das ich so etwas erleben durfte. Von der Band war nun zwar nicht mehr wirklich viel zu sehen (Was zwar irgendwie sehr schade war, aber doch dazu führte, dass ich mich nicht ganz so deplatziert fühlte wie unter Ollis "Wer ist die und was will die hier" Blicken) dafür hatten sie uns freundlicherweise noch genügend Reste vom Buffet übrig gelassen, welche dann auch pflichtbewusst vernichtet wurden. Wäre ja schade um das schöne Essen, wenn man es verkommen lassen würde. Dann noch schnell die letzten Details des Konzertes analysiert und zu allgemeineren Themen übergegangen, bevor wir uns auch schon auf den Weg zur Bifi machten, um diese aus dem Bett zu schmeißen und selbst auf unsere Isomatten zu kriechen. Nach einer nicht sehr schlafreichen Nacht die ich halb unter Bifis Bett gekuschelt verbrachte (Ja, ich hatte schon als kleines Kind eine Vorliebe mit Bettgestellen zu kuscheln) ging es am nächsten Morgen nach einem sehr leckeren Croissant-Frühstück, und einer Stunde Warten am Passauer Bahnhof, auch schon wieder zurück nach München.
Anajo Ultras Spontanfahrt nach Weilheim
So. Wie war das nun mit Weilheim. Begonnen hat es mit einem Posting des Herren Radiofreunde (obwohl offiziell ja nicht mehr Radiofreunde, aber das gehört hier nicht her) im Anajo-Forum, wer denn Zeit und Lust hätte über München nach Weilheim zu fahren. Ich ruf natürlich gleich an um mich anzumelden. Während dem Telefonat fällt mir dann aber auf, dass ich von München ja gar nicht mehr nach Ingolstadt Heim komm. Egal, einfach mal die Julia gefragt, die 1. in München wohnt und mir einst einen Schlafplatz bei ihr anbot, falls ich ihn benötige und 2. definitiv eine Bereicherung für unsere Spontanfahrt ist. Die lässt dann sehr schnell davon überzeugen, dass es sicher toll wird und somit fahr ich um 16Uhr von Ingolstadt aus nach München, dort werde ich dann um 17Uhr von Jule abgeholt, fahre weiter mit ihr und der U-Bahn ins Lehel zum Markus und von dort dann mit dem Anajo-Ultras-Autokorso (bestehend aus einem Auto) nach Weilheim. Da dann erstmal folgende seltsame Begebenheiten: Zum einen wollen die Festivalveranstalter allen ernstes die Leute zum Camping im September animieren, weswegen es einen Campingplatz gibt, auf dem es sich ca. 5 Mutige in ihren Zelten bequem gemacht haben. Ich hoffe keiner von ihnen hat Erfrierungen erlitten. Zum anderen, als wir gerade zum Parkplatz fahren wollten und einem weißen Bandbus hinterherfahren, von einer uns unbekannten Band, mit der wir definitiv nix am Hut haben, werden wir von den Securitys nur kurz gefragt ob wir denn „zur Band gehören“. Wir, erstmal etwas konfus, antworten nur „Zu der Band da nicht, wir gehören zu Anajo“, und werden aber sofort in den Hinteren Super-VIP-Nur-Wichtige-Leute-Backstage-Parkplatz gelotst. Da sagt man ja nicht nein, haben auch einen schönen Parkplatz gefunden und sind dann erstmal hinein gegangen, auf das Festivalgelände.
Dieses entpuppte sich als eine, für so ein kleines Festival, etwas zu groß geratene Wiese. Die Zuschauer, durch Wind und Wetter in geringer Anzahl erschienen, sind vom Typ „Punk vom Land“, von denen man eigentlich nicht erwarten würde, dass sie Anajo gut finden. Da es auch gerade mal ca. 18Uhr ist und Anajo erst um 22:30 spielen machen wir uns erstmal auf die Suche nach etwas Essbarem. Das war dann ziemlich gut, es gab nämlich leckere Steaksemmeln die auch noch günstig waren. Dann wollten wir natürlich etwas trinken. Doch! OH GOTT! Die ham hier ja gar keine Discoschorle hier! Gott sei Dank musste der Markus eh fahren, sonst hätte es sicher Tränen gegeben. Ich begnüge mich mit einem Bier, die Jule tuts mir gleich und der Markus trinkt Energy-Drinks. Nach gefühlten 10 Stunden kommt uns dann ein weitere Ultra besuchen, der Steffen nämlich. Nach weiteren gefühlten 5 Stunden kommen dann die drei Herren, wegen denen wir gekommen sind, zum Hallo sagen und wir versuchen die ein oder andere Information über die „Anajo & Big Band“-Sache aus ihnen herauszuquetschen. Die einzige brauchbare Info ist aber dann, dass es wohl offiziell „Anajo & Das Pop-Ensemble der Universität Augsburg“ heißen wird und das Orchester aus 12 Mann bestehen wird. Des Weiteren wird festgestellt, dass es in Schwabmünchen, dem morgigen Konzerttermin und Ollis und Michis Heimatstadt, eigentlich nichts zu sehen gibt, was sich dann am nächsten Tag auch als wahr herausstellen sollte. Aber dazu erzählt euch die Bifi dann mehr.
So, nun zum eigentlichen Konzert. Nach mehreren unbekannten Bands die mir eher nicht so gefallen haben und den beNuts, die ganz gut waren, kamen dann endlich Anajo auf die Bühne. Irgendwie sind es jetzt noch weniger Zuschauer geworden, ca. 100 Stück auf einem Gelände auf das einige tausend gepasst hätten. Die Bühne selbst ist auch etwas komisch, da es so eine Art Vor-Bau gibt, weswegen man einige Meter Abstand zur Band hat. Nachdem Anajo dann auch angefangen haben, mit zuerst etwas schlechtem und dann etwas leisem Sound, kommen einige etwas betrunkene Festivalbesucher auch auf die lustige Idee doch auf diesem Vorbau zu tanzen. Nach einem Lied werden sie von den Securitys aber recht schnell „entfernt“. Bei Monika Tanzband jedoch wird jedermann von der Band selbst aufgefordert doch auf der Vorbühne zu tanzen und dann geht dort auch die Hölle ab. Wie durch ein Wunder bleiben aber alle unverletzt. Bei den nächsten Liedern geht es dann wieder ein bisschen gesitteter zu und viel zu schnell ist das Konzert vorbei. Eine Zugabe wird verlangt und auch gegeben. Wie immer kommt Olli allein für Amsterdam-Mann auf die Bühne, stellt sein Mikro nach vorne auf die Tanzfläche von eben und fängt an zu spielen. Wieder dauert es nicht lange und ein Betrunkener entert die Bühne, der einigermaßen sehr nervig ist. Die Security braucht auch etwas lange um ihn von dort oben runter zu holen und als er dann endlich weg ist kommt der wunderbare holländische Teil von Amsterdam-Mann, den Markus, Jule und ich durch Lautmalerei (nicht jeder von uns kann ja holländisch) lautstark mit Gesang unterstützen. Nach Amsterdam dann das allerletzte Lied „Zähme den wilden Tiger in mir“, als guter Abschluss für ein seltsames Konzert.
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